SPD erteilt Fußgängerzone eine Absage

Kommunalpolitik

„Verkehrsberuhigung ja – totale Sperrung nein“, so lautete das Fazit des SPD-Stammtisches, den die vier Vilshofener Ortsvereine gemeinsam in ihrem Bürgerbüro in der Donaugasse abhielten. Die Diskussion über die Gestaltung des Stadtplatzes stand im Mittelpunkt des Treffens.

Bei den bisherigen Veranstaltungen der Stadt mit dem Architekten Oberpriller machten die Bürgerinnen und Bürger bereits einige gute Vorschläge, die auch beim Stammtisch nochmals ausführlich diskutiert wurden, wie z.B. die Verlagerung der Gastrobereiche direkt an die Häuser. So könnten sowohl Gastronomie als auch Fußgänger den vorhandenen Platz besser nutzen.

Am wichtigsten sei jedoch, den Verkehr „auszubremsen“, ihn aber nicht vollständig vom Stadtplatz zu verdammen. Es müsse für Autofahrer unattraktiv werden, den Stadtplatz als Abkürzung zu benutzen. Dies könne durch eine verschwenkte Verkehrsführung erreicht werden, damit das Durchrasen nicht mehr so einfach möglich ist und automatisch langsamer gefahren werden muss.

Ein Vorschlag eines Mitglieds, die Hälfte des Stadtplatzes zu sperren und nur noch die Zufahrt aus Richtung Kirche zu gestatten, wurde als unpraktikabel abgelehnt. Die Mehrheit der Anwesenden teilte die Meinung der Gewerbetreibenden, dass die Durchfahrt weiterhin möglich sein müsse und es direkt am Stadtplatz auch weiterhin Kurzzeitparkplätze geben müsse.

Angesprochen wurde auch nochmals die Verkehrsführung außerhalb des Stadtplatzes. Es müsse über eine Lösung für die Stadtplatzkreuzung nachgedacht werden, war der Wunsch  von Bewohnern der Oberen Vorstadt. Diese Kreuzung könne den Verkehr, der jetzt über den Stadtplatz läuft, nicht aufnehmen. Dies war auch ein weiterer Grund, warum eine Fußgängerzone am Stadtplatz nicht befürwortet wurde. Genauestens müssen auch die Verkehrsprognosen für die Durchfahrt an der Kreppe in oder aus Richtung Parkhaus diskutiert werden, damit die Situation nicht verschlimmert wird.

Bürgermeister Florian Gams gab kurz einen Einblick, wie das weitere Verfahren ablaufen soll: Es wird zwei weitere offizielle Veranstaltungen der Stadt am 20. und 24. Juli geben. Jeweils 2 Themen sollen dann in Workshops behandelt werden, darunter z.B. Verkehr, Stadtentwicklung und Wirtschaft. Dabei sollen von den Bürgerinnen und Bürgern Lösungsvorschläge entwickelt und schriftlich festgehalten werden. Danach soll es noch weitere Veranstaltungen geben, bis im September oder Oktober ein Ausschreibungsverfahren laufen kann. Baubeginn ist dann für Oktober 2018 vorgesehen.

Das Angebot der SPD nutzten auch einige Bürgerinnen und Bürger, um andere kommunale Fragen anzusprechen und sich mit ihrer Meinung beim Stammtisch einzubringen. Die anwesenden SPD-Stadträte freuten sich über die Beteiligung und sagten zu, weitere Diskussionsveranstaltungen und Sprechstunden in der Donaugasse anzubieten.

 
 

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