Gesunde Stadt: Angebote bekannt machen

Kommunalpolitik

Vilshofener SPD-Ortsvereine informieren sich bei Get Fit am Stadtplatz

„Angebote für Bewegung und gesunde Ernährung sind in der Stadt zahlreich vorhanden, wir müssen sie nur bekannter machen“, findet SPD-Stadtrat Robert Heininger und organisierte deshalb eine Betriebsbesichtigung mit Gesprächsrunde im sportmedizinischen Trainings- und Therapiezentrum Get Fit am Stadtplatz. Eine Abordnung der Vilshofener SPD-Ortsvereine machte sich unter Leitung des Alkofener SPD-Vorsitzenden und Stammtisch-Organisators Hans Gaissinger ein Bild von der Ausstattung und den Behandlungen, die hier angeboten werden.

 

Im Rahmen des Aktionsjahres „Gesunde Stadt Vilshofen an der Donau“ fänden zahlreiche wertvolle Aktionen statt, die den Bürgerinnen und Bürger Wege für gesunde Ernährung und mehr Bewegung aufzeigen, betonte Hans Gaissinger bei seiner Begrüßung. Auch die SPD wolle sich beteiligen und informieren. Der Leiter des sportmedizinischen Trainings- und Therapiezentrums Dr. Arnd Schürmann bedankte sich für den Besuch und erläuterte, wie wichtig eine gründliche Diagnostik bei gesundheitlichen Beschwerden sei. Erst danach könne man einen passenden Therapieplan erstellen. „Der Patient erfährt von uns, was wir machen und warum“, so Dr. Schürmann.

Bei Get Fit erhalte man Diagnostik und verschiedene Therapieangebote unter einem Dach. Neben Krankengymnastik und Wellness-Angeboten liegt ein Schwerpunkt auf der Sportphysiotherapie, von der auch regionale Sportvereine profitieren. Die medizintechnische Ausstattung der drei Behandlungskabinen ermöglicht die Behandlung von Stoffwechselstörungen und Muskelverletzungen sowie Wundheilung mit modernsten kombinierten Therapiemethoden, was schnellere Erfolge bringe. Dr. Schürmann und sein Team bieten Fußballvereinen neben dem allgemeinen Aufbautraining auch das Training spezieller Muskelgruppen, Reha nach Verletzungen und Trainingslager an. Langjährige Erfahrung haben die Therapeuten auch in der osteopatischen Komplexbehandlung.

 

Im großen Trainingsraum wird ein Mischkonzept angeboten: sowohl Prävention als auch spezielles Training. „Burn-Out ist heutzutage ein großes Thema“, erläuterte Dr. Schürmann. Was zu wenig beachtet werde, ist der Zusammenhang zwischen physischer und psychischer Gesundheit. Bei psychischer Belastung und auch bei Demenz im Anfangsstadium könne Bewegung präventiv positiv wirken.

 

Als Dozent für Betriebliches Gesundheitsmanagement gab Dr. Schürmann einen Einblick in die Strategien, Arbeitsplätze gesünder zu gestalten und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer langfristig gesund zu halten. „Es geht den Betrieben nicht nur darum, die Ausfallzeiten durch Krankheit zu senken“, betonte er. „Ein gesundes Arbeitsklima und betriebliche Gesundheitsleistungen haben für Beschäftigte einen steigenden Stellenwert bei der Stellensuche.“ Betriebe könnten durch solche Angebote Fachkräfte für sich gewinnen. Insbesondere die Automobilindustrie und große Betriebe investieren viel in betriebliches Gesundheitsmanagement – und die Investition zahle sich aus.

 

Einen Appell an die große Politik gab Dr. Schürmann den SPD-Mandatsträgern auf den Weg: „Prävention muss für die Bevölkerung leichter möglich sein.“ Gesetzliche Grundlagen für den direkten Zugang zu zertifizierten Angeboten, Kostenübernahme der Kassen mit Selbstbeteiligung der Patienten und der Abbau von bürokratischen Hürden waren einige der Stichworte über die Diskussionsbedarf bestehe. Die SPD-Stadträte forderten ebenfalls, dass praktischer Sachverstand, wie er hier vor Ort vorhanden sei, mehr Einfluss in der Gesundheitspolitik haben müsse.

 

Bei der Gesprächsrunde im Anschluss an die Besichtigung der Räumlichkeiten gab Bürgermeister Florian Gams einen kurzen Abriss über die Maßnahmen der Stadt im Rahmen des Aktionsjahres: „Es finden viele Aktionen und Kurse zu den Schwerpunktthemen Bewegung und Ernährung statt, sowohl für Kindergärten und Schulen als auch für Arbeitnehmer.“ Auch die Beschäftigten und Besucher des Rathauses profitierten davon. Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit den Fachmann zu fragen, zu welcher Zeit des Tages Bewegung am meisten bringe. „Je nach persönlichem Biorhythmus“, lautete die Antwort. Ideal sei z.B. eine aktive Mittagspause oder kleine Bewegungseinheiten über den Tag verteilt. „Bewegung ist auch gut für einen gesunden Schlaf“, gab Dr. Schürmann als wichtigen Hinweis mit.

 

Das Therapiezentrum ist auch mit Umkleiden, Duschen und Getränkespender ausgestattet. Vilshofen ist bereits der zweite Standort von Get Fit. Zunächst wurde ein Trainings- und Therapiezentrum in Reitern gegründet. Aufgrund des großen Zuspruchs erfolgte dann 2015 die Ansiedlung am Stadtplatz in Vilshofen. Demnächst wird auch noch ein dritter Standort in Aidenbach als Anlaufstelle geschaffen. Sowohl Kassenpatienten als auch Privatpatienten werden behandelt.

 

 
 

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